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12. März 2018

„Visages Villages“ Kritik: Agnès Vardas Doku-Meisterwerk

Eine der zahlreichen feinsinnigen Facetten des dokumentarischen Road Movies ist die, dass seine Schöpferin nie zu einer der überlebensgroßen Kunstfiguren auf Häuserwänden, Mauern und Zügen auswächst. Agnes Varda bleibt in jedem Moment ihres anekdotischen Film- und Kunstprojekts auf Augenhöhe mit den einfachen Menschen, die sie und ihr Co-Regisseur JR inszenieren. Keine zweite Filmpersönlichkeit verknüpft so leichthändig Avantgarde und Augenblick, Realität und Abstraktion, Vorführung und Wahrhaftigkeit wie die Vorreiterin der Nouvelle Vague. Leichtherzigkeit und leise Melancholie treffen sich auf der Leinwand zu einer zauberhaften Liaison, die ähnlich paradox wirkt wie die der Regisseurin und des Künstlers und Fotografen. Gemeinsam zieht das kuriose Gespann durch Frankreichs Provinz, immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Orten und Charakteren.

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